Null und Schmalspur Ausstellung Stadtoldendorf


Günther Kiltz betreibt eine Feldbahn im Maßstab 1.45 in der Baugröße 0p / 09 mit 9 mm Spurweite.


Die Gynthrolith Grube am Berg.


Die Abzweigung nach rechts zur Verladung und nach oben zur Grube.


Die Strecke Unterwegs am Berg.


Die Grube mit Verladung am Berg.


Die Strecke über die Brücke nach unten zur Verladung.


Übersicht über die komplette Anlage.

Die Gynthrolith Grube
Die Anlage hat die Baugröße 09, d.h. Maßstab 1:45, Spurweite 9 mm. Das wäre eine Vorbildspurweite von 40 cm. OK, das hat es, zumindest in Deutschland, nur selten bzw. gar nicht gegeben, aber je schmaler die Spur umso größer der Spaß (jedenfalls beim Erbauer).
Sie stellt ein kleines Bergwerk im Mittelgebirge mit einer Feldbahn zur Mineralabfuhr dar. Am Anfang entstanden in mehreren Wochenendbasteleien die Fahrzeuge. Diese sollten nun nicht einfach nur im Kreis herumfahren, sondern es sollte auch ein halbwegs sinnvoller Betrieb vorhanden sein. Herausgekommen ist ein Micro Layout im Stil des seligen Carl Arendt (www.carendt.com). Nicht, dass eine besondere Beziehung zur Montanindustrie vorgelegen hätte, aber Bergwerke sind als Lieferanten von Schüttgütern gut geeignet und Schüttgüter lassen sich relativ einfach ver- und entladen. Die Anlage hat einen unregelmäßig runden Grundriss von etwa 60 cm Durchmesser und eine Höhe von ca. 40 cm. Sie ist komplett aus Styrodur, Pappmaché und Kork gebaut und wiegt nur ungefähr 2,5 kg. Gefahren wird analog mit Pulsbreitensteuerung, bei nur einer Lok auf der Stecke wäre Digitalsteuerung mit Kanonen auf Spatzen schießen.
Das Betriebskonzept ist recht simpel:
Die Strecke windet sich dreiviertel um einen schmalen Berg aufwärts zu einem Schüttbunker. Die Förderanlagen zum Befüllen des Bunkers befinden sich angenommenermaßen im Innern des Berges, mehr ist also vom Bergwerk nicht zu sehen. Hier wird die Lore aus dem Verladebunker über eine Schütte beladen. Es gibt übrigens nur eine Lore, für mehr wäre die Strecke schlichtweg zu kurz, die Gesamtgleislänge beträgt nämlich nur 1,25 m. Der Zug fährt dann über eine winzige Brücke um den Berg herum zum unteren Streckenende. Dieses liegt zwar auf Grund der geringen Anlagengröße genau unterhalb des Bunkers, der direkte Blick darauf wird aber durch Büsche und einen Baum verdeckt, so dass halbwegs die Illusion einer längeren Strecke entsteht. Die Richtung wechselt und es geht über eine Weiche auf ein Stichgleis oberhalb einer Bruchsteinmauer. Über diese wird die Ladung in einen darunter stehenden LKW abgekippt. Der Zug setzt zurück und „the same procedure as last time“ kann von neuem beginnen. Zugegeben, nicht gerade die ganz pralle action aber es macht Spaß, damit zu spielen und sinnvoller als nur im Kreis herum zu fahren ist es allemal.
Bleibt noch die Frage: was ist Gynthrolith?
Nun, wenn man ein real existierendes Mineral verwendet, braucht man auf einer Ausstellung nicht lange zu warten, bis ein Besserwisser vor der Anlage steht und einen Satz wie „Ich war früher au‘ im Bärchbau un‘ da war das gaaanz anners!“ rauslässt. Um dem zuvorzukommen wurde ein Fantasiemineral gewählt und einfach nach dem Vornamen des Erbauers benannt. Da kann man dann einfach kontern: „Bei Gynthrolith ist das so!!“ Weitere Infos gibt es mündlich auf der NUSSA.

Zu sehen auf der NuSSA 2020, der Null- und Schmalspurausstellung
am 7. und 8. März 2020 in Stadtoldendorf,
Yorckstraße 10.
Sa: 10:00-17:00, So: 10:00-15:00

Bitte abtippen

Datenschutzerklärung,
Impressum, Nutzungsbedingungen